GML57 - Elektronische Anforderung einer Gesonderten Meldung

GML57 - Elektronische Anforderung einer Gesonderten Meldung

Das Verfahren

Zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben benötigen die Rentenversicherungsträger Daten über Beschäftigungsverhältnisse. Soweit dem Rentenversicherungsträger keine ausreichenden Angaben über diese Daten vorliegen, können bestimmte Daten von den Arbeitgebern elektronisch angefordert werden. Die Arbeitgeber selbst sind gesetzlich verpflichtet, Daten über Beschäftigungsverhältnisse in elektronischer Form zu führen. Sie haben auf Verlangen die beitragspflichtigen Einnahmen für abgelaufene Zeiträume frühestens drei Monate vor Rentenbeginn gesondert zu melden. Dies gilt ebenso bei einem Auskunftsersuchen des Familiengerichts im Versorgungsausgleichsverfahren.

Bisher erfolgte die Anforderung einer DEÜV-Meldung mit Grund 57 einzig auf dem Postweg mittels Formular R0250 an den Arbeitgeber. Zu Beginn des Jahres 2017 wurde das maschinelle Verfahren für die Anforderung von Gesonderten Meldungen nach § 194 SGB VI eingeführt. Der Rentenversicherungsträger ist damit in der Lage, Entgeltdaten zur Feststellung von Altersrenten und zur Auskunftserteilung an Familiengerichte im Versorgungsausgleich auf elektronischem Wege beim Arbeitgeber anzufordern.

Seit 01. Januar 2018 ist das Verfahren GML57 in Produktion. Alle interessierten Arbeitgeber können sich ab sofort für das Verfahren registrieren lassen.

Jeder Arbeitgeber, der das Teilverfahren GML57 nutzen möchte, muss sich einmalig registrieren lassen. Alle Informationen zur Registierung finden Sie ebenfalls in der untenstehenden Verfahrensbeschreibung.

Die technischen Informationen für die Registrierung und alles weitere zum Verfahren finden sie in der Verfahrensbeschreibung zur Gesonderten Meldung.

Ersatzverfahren "Druckstraße"

Elektronische Anforderungen können nur dann digital weitergeleitet werden, wenn sich der Arbeitgeber für das Verfahren "GML57" registrieren ließ. Ohne diese Einwilligung wird die Anfrage ausgedruckt und auf dem Postweg zugestellt. Für die Adressierung der Poststücke wird die Arbeitgeberpostanschrift aus der Datei der Beschäftigungsbetriebe der Bundesagentur für Arbeit (BA) verwendet. Sofern die Daten nicht mehr aktuell sind, melden Sie die Korrekturen bitte an den Betriebsnummern-Service der BA. Die Mitarbeiter der Rentenversicherung können keine Änderungen veranlassen. Nähere Informationen zum Betriebsnummern-Service finden sie hier.

Häufig gestellte Fragen

Haben Sie Fragen zum Verfahren GML57? Hier finden interessierte Arbeitgeber und Softwarehersteller die passenden Antworten.

Teilverfahren GML57

Gemäß § 194 Abs.1 des Sechsten Sozialgesetzbuches (SGB VI) hat der Arbeitgeber auf Verlangen des Rentenantragstellers beitragspflichtige Einnahmen für abgelaufene Zeiträume gesondert zu melden. Die Aufforderung hierzu erfolgt elektronisch durch den Rentenversicherungsträger. Bisher wurde für die Aufforderung das Formular R0250 versendet. Dieses soll nun wegfallen und durch das Teilverfahren GML57 ersetzt werden.

Fur Arbeitgeber:

Was ist „GML57“

Gemäß § 194 Abs.1 des Sechsten Sozialgesetzbuches (SGB VI) hat der Arbeitgeber auf Verlangen des Rentenantragstellers beitragspflichtige Einnahmen für abgelaufene Zeiträume gesondert zu melden. Die Aufforderung hierzu erfolgt elektronisch durch den Rentenversicherungsträger. Bisher wurde für die Aufforderung das Formular R0250 versendet. Dieses soll nun wegfallen und durch das Teilverfahren GML57 ersetzt werden.

Wie kann ich an GML57 teilnehmen?

Um GML57 zu nutzen, benötigen Sie zunächst eine systemgeprüfte Lohnsoftware, die ein Zusatzmodul für Gesonderte Meldung anbietet. Mit diesem Zusatzmodul können Sie sich mit ihrem Unternehmen für die Teilnahme am Teilverfahren „GML57“ registrieren lassen. Die Anforderung einer Gesonderten Meldung wird Ihnen dann elektronisch zugestellt. Für weitere Fragen zur Registrierung wenden Sie sich bitte an ihren Softwareanbieter.

Seit wann ist eine Registrierung möglich?

Sofern ihre Lohnsoftware die Vorgaben zu GML57 unterstützt, ist eine Registrierung bereits seit dem 01.01.2018 möglich.

Warum soll ich mich für GML57 registrieren lassen?

Seit 01.01.2018 fordern alle Rentenversicherungsträger die Gesonderte Meldung nur noch elektronisch an. Solange ihr Unternehmen nicht am Verfahren „GML57“ teilnimmt, kann die Anforderung lediglich per Post an den Firmensitz zugestellt werden. Im elektronischen Verfahren wird die Anforderung jedoch direkt dem betreuenden Abrechnungssystem zugeleitet. Damit entfällt der Umweg über den Briefkasten des Arbeitgebers.

Wie muss ich mich für GML57 registrieren?

Die Registrierung muss unter Nennung der in der DEÜV zugrunde gelegten Betriebsnummern erfolgen. Hat Ihr Betrieb mehrere Betriebsnummern, ist für jeden Betriebsteil eine eigene Registrierung vorzunehmen.

Wann muss ich meine Teilnahme stornieren?

Sie können sich beliebig oft registrieren. Es gilt grundsätzlich die aktuellste Registrierung. Eine Stornierung muss demnach nur dann gesendet werden, wenn sich mindestens ein Kommunikationspartner ändert:

  • Der Betrieb des Arbeitgebers wird aufgelöst,
  • der Arbeitgeber wechselt den Steuerberater oder
  • der Arbeitgeber (oder dessen Steuerberater) wechselt das Lohnsoftwareprogramm.

Muss ich an GML57 teilnehmen?

Die Teilnahme für Sie als Arbeitgeber ist freiwillig. Lediglich die Einbindung der entsprechenden Module in die Lohnsoftware ist ab dem 01.01.2019 verpflichtend. Bis dahin müssen die Softwareanbieter GML57 nicht zwingend unterstützen. Sofern Sie am Verfahren teilnehmen, verpflichten Sie sich, einmal wöchentlich Daten bei der Rentenversicherung abzuholen.

Wo finde ich Hilfe im Einzelfall?

Gerne helfen wir Ihnen im Einzelfall weiter. Bitte wenden Sie sich an unseren Postkorb rvbea@drv-bund.de. Wir benötigen allerdings grundsätzlich weitergehende Informationen von Ihnen:

  • Um welches Teilverfahren handelt es sich?
  • Wie lautet die BBNR des Arbeitgebers?
  • Wie lautet die BBNR des Absenders (wenn nicht identisch zur BBNR des Arbeitgebers)?
  • Sofern vorhanden geben Sie bitte die Versicherungsnummer zum betroffenen Versicherten/Arbeitnehmer an.
  • Wann haben Sie die Anfrage abgeschickt (so genau wie möglich)?
  • Bitte schildern Sie uns welche Schritte Sie vornehmen konnten (z.B. ausfüllen des Antrages, speichern, Ablage im Ausgang, Versand, haben Sie eine Eingangsbestätigung erhalten, woran haben Sie gemerkt, dass ein Fehler aufgetreten ist, etc.)
  • Haben Sie ggf. eine eindeutige ID von uns zurückgemeldet bekommen? Vor allem die Request-ID? Wie lautet diese?

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen nur dann im Einzelfall helfen können, wenn wir diesen auch identifizieren können.

Fur Softwareanbieter:

Muss ich GML57 anbieten?

Die Teilnahme für Arbeitgeber ist freiwillig. Die Einbindung der entsprechenden Module in die Lohnsoftware ist ab dem 01.01.2019 verpflichtend (obligatorisch). Bis dahin müssen die Softwareanbieter GML57 nicht zwingend unterstützen (optional).

In welchem Format erfolgt der Datenaustausch?

Alle Datensätze im Verfahren rvBEA sind im XML-Format aufgebaut. Es gibt für die Registrierung einen Datensatz (DXRR), für eine Anforderung (DXAR) und für eine Bescheinigung (DXEB). Die Datensatzbeschreibungen und die Schemata sind am Ende der Seite verlinkt.

Wie kommuniziert die Rentenversicherung mit den Lohnabrechnungssystemen?

Die Datenstelle der Rentenversicherung (DSRV) stellt auf einem eXTra-Server die Anforderung der Gesonderten Meldung für sie bereit. Diese müssen sie mithilfe ihrer Lohnsoftware abholen.
Die Abkürzung „eXTra“ steht für „einheitlichen XML-basierten Transportarchitektur“. Details hierzu können der Homepage http://www.extra-standard.de/ entnommen werden.
Auch die Registrierung des Arbeitgebers muss über diesen Komm-Server der Rentenversicherung erfolgen.

Wo finden wir Informationen zur Anbindung an den Komm-Server der Rentenversicherung?

Der neue SOAP-Webservice ermöglicht Ihnen zukünftig alle Informationen an die DSRV an eine Adresse zu senden. Die übermittelten Daten werden anhand der eXTra-Parameter dem richtigen Fachverfahren zugeordnet.
Die bisherige Anbindung an den Komm-Server über eine „REST-Schnittstelle“ wird bis auf weiteres ebenfalls mit angeboten. Nähere Informationen dazu sind unter http://www.extra-standard.de/verfahren-nutzen/registrierte-verfahren/rvbea.html veröffentlicht. Hier finden Sie die jeweils aktuellen Schemata, Schnittstellenbeschreibung und WSDL zum Download.

Wie muss ich die Parameter für den eXTra-Server befüllen?

Folgende Parameter müssen für die Registrierung im eXTra-Standard befüllt werden:

Attribut Profile=http://www.extra-standard.de/profile/rvBEA/1.0

Procedure=rvBEA

Datatype = http://www.extra-standard.de/datatypes/Registrierung

Folgende Parameter müssen für GML57 im eXTra-Standard befüllt werden:

Attribut Profile=http://www.extra-standard.de/profile/rvBEA/1.0

Procedure=rvBEA

Datatype = http://www.extra-standard.de/datatypes/GML57

Ich erhalte den Fehler „DXEBv10“ zurück. Wie muss ich mich verhalten?

Der DXEBv10 sagt aus, dass wir die Rückmeldung eines Arbeitgebers  keiner Anfrage (DXAR) zuordnen können. In der Rückmeldung (DXEB) muss als Bezugs_Id die Ds_Id aus der entsprechenden Anfrage (DXAR) angeben.

Wie kann ich GML57 mit der DSRV testen?

Bitte setzen Sie sich per Mail über rvBEA@DRV-Bund.de mit dem rvBEA-Team in Verbindung. Wenn vorhanden, teilen Sie bitte in der Mail auch Ihre Test-Betriebsnummer mit. Die rvBEA-Mitarbeiter werden sich aufgrund der Mail mit Ihnen in Verbindung setzen. Bitte geben Sie Ihre Kontaktdaten inklusive Telefonnummer mit an.

Informationen zum Komm-Server der Rentenversicherung

Technische Informationen zum eXTra-Profil für rvBEA und die Übermittlung zum Kommserver der Rentenversicherung durch einen Webservice.

Zusatzinformationen

Support

Wenn Sie ein Problem oder eine Störung zu den Verfahren der DSRV melden möchten, können Sie dies bequem über das folgende Formular erledigen.

Für den direkten Kontakt, können Sie sich gern an unsere Hotline wenden. Sie erreichen uns von Montag bis Freitag in der Zeit von 7:00 bis 18:00 Uhr.

Anschrift

Deutsche Rentenversicherung Bund
Standort Würzburg

Berner Straße 1
97084 Würzburg

Tel. +49 931 6002 - 0

Fax +49 931 6002 - 73203

Statistikportal

Statistikportal der DSRV